Die Unentwegten

Eine szenische Lesung von und mit der Autorin Miriam Eberhard
am Samstag, den 13. Oktober, 15.00h, in der Galerie

DIE UNENTWEGTEN - Geschichte einer schwäbischen Familie im Nationalsozialismus

Pauline und Friedrich Thiel waren die Großeltern der Autorin.
Die Liaison der umworbenen, künstlerisch sehr begabten Kaufmannstochter Pauline mit dem technisch genialen, aber unvermögenden Autorennfahrer stellte für deren wohlhabende und standesbewusste Eltern ein großes Problem dar. Doch Friedrich und Pauline lassen sich nicht auseinanderbringen, heiraten in Laupheim bei Ulm und bekommen zwischen 1927 und 1948 vierzehn Kinder. Ihr Anfang ist höchstbelastet, denn die Zwangsversteigerung fast des gesamten Familienbesitzes während der Weltwirtschaftskrise Ende der zwanziger Jahre ist nicht aufzuhalten, und so muss sich die wachsende Großfamilie in politisch brisanter Zeit mehr schlecht als recht durchschlagen. Und dazu kommt, dass Vater Friedrich den Nazis ihr Parteiabzeichen vor die Füße wirft und während des „Dritten Reiches“ von seiner Autowerkstatt aus jüdischen und behinderten Mitbürgern und ausländischen Soldaten zur Flucht in die Schweiz verhilft.

Jahrelang hat sich die Enkelin, die Nichte, mit ihren vielen Tanten und Onkeln getroffen, zusammengesetzt, hat sich lang und breit die je eigene Version der turbulenten Großfamilienereignisse erzählen lassen. Und aus hunderten von Gesprächsstunden und durchaus unterschiedlichen Erinnerungen hat Miriam Eberhard ein faszinierendes Panorama der dreißiger bis sechziger Jahre komponiert: eine amüsante, anekdotenreiche, aber auch sehr bewegende schwäbische Familienalltagsgeschichte. Ein großes Beispiel für Lebenslust und Lebensmut. Und für Zivilcourage!

MIRIAM EBERHARD, 1968 in Reutlingen geboren, in Tübingen und Bochum großgeworden, Schauspielerin, Regisseurin, Schriftstellerin, schreibt seit ihrer Kindheit.

Studierte Theaterwissenschaften und Philosophie in London und Berlin sowie Schauspiel im Mozarteum in Salzburg. (Und den Führerschein Klasse Drei hat sie auch.) Engagements u.a. am Schiller Theater Berlin bei Hans Neuenfels, bei den Salzburger Festspielen und an den Heilbronner und Freiburger Stadttheatern, u.a. als »Ophelia« bei Michael Thalheimer. Ausgezeichnet mit dem Kilians- und dem Leipziger Bewegungskunstpreis.
DIE UNENTWEGTEN ist ihre erste Buchveröffentlichung.

www.miriam-eberhard.de

Lesung am 20. September 2012 - 19 Uhr
Eric Jan Faust
liest aus seinem Buch
"Die fünfte Etage"
Erzählungen


Einladung herunterladen

Der noch unbekannte, aber alles andere als unerfahrene
Autor Eric Jan Faust legt mit diesem Band insgesamt sieben
Erzählungen und Kurzgeschichten vor.
In scheinbar harmlosem Plauderton führt er den Leser in
Situationen, die ihren skurrilen Beigeschmack erst später
enthüllen - oder sich überraschend wenden.
Die Geschichten leben nicht zuletzt von der sparsamen,
feinsinnigen Figurenzeichnung Fausts.

Buchtitel

Endlich ist es soweit, zu der Vorstellung und Lesung des neu erschienen Gedichtbandes von Wassilia Fotiadou
"Wenn Du kommst...so bring mir Wasser mit", möchte ich Sie herzlich einladen.
Die Lesung findet am Donnerstag den 14. Juni um 19 Uhr in der Galerie statt.
Einführung: Birgit Hildebrand

Da das Platzkontigent beschränkt ist, bitte ich Sie sich anzumelden

 Wassilia Fotiadou

"Wie Nägel muss man die Worte einschlagen, damit der Wind sie nicht verweht" Manolis Anagnostakis*

Griechische Bilder in deutscher Sprache

Wassilia Fotiadou begann in den 1990er Jahren mit dem Schreiben von Gedichten. In ihrer eigenen, unverwechselbaren, reichen und ausdrucksstarken Sprache beschreibt sie Bilder mit Worten, die wir längst vergessen glaubten.

Sie greift aktuelle Themen auf, deren Intensität fasziniert. Sie be-schreibt eine Sehnsucht, die nichts mit dem aktuellen Zeitgeist zu tun hat. Diesem stellt sie sich in ihren Gedichten entgegen. Sie spricht uralte Werte an, legt damit elementare Bedürfnisse frei und berührt so existenzielle Fragen.

Wassilia Fotiadou bewegt sich, emotional und sprachlich, sicher zwischen den beiden Kulturen, in denen sie zu Hause ist. In deutscher Sprache beschreibt sie griechische Bilder des letzten Jahrhunderts. Mit den Bildern des Widerstands und der Sehnsucht einer ganzen Generation ist sie aufgewachsen. Sie kennt auch das Schweigen, welches auf die Erfahrung politischer Verfolgung folgte.

Sie versetzt ihre Leser in die unterschiedlichsten Situationen. Die Autorin öffnet ein Fenster zu dem Innenleben ihrer Figuren.
Virtuos gelingt ihr der Perspektivenwechsel und die emotionale Wiedergabe politischer Ereignisse, verbunden mit der menschlichen Tragik in einer Gesellschaft.

Wassilia Fotiadou bedient sich einer nicht alltäglichen Sprache, die eine mitreißende Distanz erzeugt. Dadurch werden auch vertraute Bilder in ihren Texten auf eine neue Weise erleb bar.

Andreas Kuhn, Verleger

* während der PEN -Tagung 1989 in Köln, wo Wassilia Fotiadou ihn als Mitarbeiterin des PEN-Zentrums betreute.

Buchtitel

ISBN: 978-3-00-037760-0
Preis 12,50 €, 84 Seiten