TORSTEN PAUL

Einzelstücke

Auf den ersten Blick erscheinen meine Arbeiten sehr unterschiedlich. Die Aussagen scheinen sehr sprunghaft und die Sequenzen zu den einzelnen Themen oft sehr kurz.
Das was mich gerade beschäftigt und das was sich während des Malens ergibt, sind meine Impulse für die Arbeit an einem neuen Werk.
Oft sind allein Gebäude oder zumindest von Menschenhand Erschaffenes mein Sujet. Somit ist der Mensch nur latent vorhanden. Für mich sind Menschen eher über das zu erkennen, was sie schaffen, als über das, was sie sagen. Ihre Hinterlassenschaften sind Ausdruck ihrer selbst.
Eines meiner letzten Themen ist der Zyklus Werksgelände.
Ich zeige verlassene Orte, die durch industrielle oder handwerkliche Arbeit bestimmt werden oder wurden.
Orte mit oft langer Geschichte.
In meinen Bildern gehe ich der Frage nach, inwieweit wir mit den eigenen Wirkungsstätten verbunden sind, auch dann noch, wenn wir schon längst unsere Arbeit niedergelegt haben. Wie wichtig sind wir als Einzelne für die Arbeit und für das „Werksgelände“? Wirkt etwas von uns nach? Welche Wechselbeziehung besteht zwischen uns und der zu leistenden Arbeit, wer braucht wen?

Torsten Paul